Skip to main content

Hashimoto Schilddrüse

Die Autoimmunerkrankung, die zur Volkskrankheit wird: Hashimoto Thyreoiditis

Bei einer Hashimoto Schilddrüse handelt es sich um eine Autoimmunerkrankung, bei der diese Drüse chronisch entzündet ist. Der Körper kann hier Abwehreiweiße (das sind die sogenannten Antikörper) bilden und geht so gegen das eigene Schilddrüsengewebe vor.

Wenn Sie den Verdacht haben, unter Hashimoto Schilddrüse zu leiden, dann sollten Sie bei einem guten Internisten eine Blutentnahme planen. Auch eine Sonographie ist für die Diagnosestellung wichtig, damit die Größe Ihrer Schilddrüse begutachtet werden kann. Somit ist die Diagnose schnell gestellt. Leider geschieht es gerade in Deutschland oft, dass die Hashimoto Schilddrüse nicht rechtzeitig erkannt wird. Hier erfahren Sie viele Informationen rund um diese ernstzunehmende Erkrankung.

Die hormonelle medikamentöse Behandlung

Wichtig ist es, dass nach der Diagnosestellung eine hormonelle medikamentöse Behandlung stattfindet. Das Organ ist bei einer Hashimoto Schilddrüse meist zu klein, weil das Immunsystem sie schon angegriffen und teilweise Gewebe zerstört hat. Dadurch haben die Patienten eine Unterfunktion und müssen die Funktion der Restschilddrüse substituieren. Sie müssten also, wenn die Diagnose bei Ihnen feststeht, Schilddrüsenhormone einnehmen Das ist kein Problem grundsätzlich. Der Wirkstoff ist L-Thyroxin und Sie erhalten dies als Rezept von Ihrem Hausarzt.

Wie bei jeder Autoimmunerkrankung, so verläuft auch bei einer Hashimoto Schilddrüse die Erkrankung bei jedem Menschen unterschiedlich. Es gibt viele Patienten, die mit der Einnahme Ihrer L-Thyroxin Tabletten gut zurechtkommen und fast keine Symptome mehr haben. Wenn Sie jedoch zu den Patienten gehören, bei denen die Autoimmunerkrankung mit einer Hashimoto Schilddrüse schwerwiegender verläuft, ist es wichtig, einen Spezialisten aufzusuchen. Hier sollten Sie zum Endokrinologen oder zum Nuklearmediziner gehen.

Unterfunktion: Das Stichwort bei Hashimoto Thyreoiditis

Die Hashimoto Schilddrüse ist nach dem Forscher Hakaru Hashimoto (1881–1934) benannt, der die Erkrankung damals erkannte. Die Unterfunktion dieser Drüse kann viele unangenehme Symptome mit sich bringen.

Hashimoto SchilddrüseWas genau ist eine Unterfunktion der Schilddrüse? Im Falle einer Hashimoto Schilddrüse ist das Schilddrüsengewebe meist schon angegriffen und die Hashimoto Schilddrüse kann nicht mehr selbst genügend L-Thyroxin herstellen. Somit muss man es als Tablette zufügen und kann dadurch die Schilddrüse unterstützen in ihrer Funktion.

Sie müssen also lebenslang diese Schilddrüsenhormone einnehmen. Die Schilddrüsenhormone haben keine Nebenwirkungen, denn Sie substituieren ja das fehlende Schilddrüsenhormon.

Somit dürften Sie keine Probleme bekommen. Es könnte jedoch sein, dass Sie aufgrund eines Schubes vielleicht auch teilweise in eine Überfunktion fallen. Dann müssen Sie in Absprache mit dem Arzt die Schilddrüsendosis reduzieren.

Viele Symptome bei der Hashimoto Schilddrüse

Die Hashimoto Schilddrüse kann sehr viele Symptome mit sich bringen. Wenn Sie bedenken, welche Aufgaben diese Drüse im Körper hat, dann werden Sie verstehen, warum auch das Symptomfeld so groß ist. So beeinflusst diese Drüse beispielsweise auch die Bauchspeicheldrüse und andere Drüsen. Sie ist wichtig für die Haare, die Haut, die Nägel und sogar das Herz hängen mit ihrer Funktion zusammen. So lässt sich erklären, warum Patienten in der Unterfunktion beispielsweise spröde Haare, brüchige Fingernägel und eine fahle, trockenen Haut haben.

Auch Herzrhythmusstörungen oder Herzrasen können Symptome der Unterfunkton sein. Müdigkeit, Abgeschlagenheit, depressive Verstimmung und Antriebslosigkeit gehören ebenfalls zum Symptomfeld einer Hashimoto Schilddrüse. Wer eine gute Einstellung mit den Medikamenten hat, wird diese Symptome allmählich verlieren. Wichtig ist zu wissen, dass bei Hashimoto nicht die Schilddrüse an sich krank ist, sondern das Immunsystem. Immunsystemanregende Medikamente, wie beispielsweise Echinicea sind nicht erlaubt, denn sie würden das eh schon kranke Immunsystem noch zusätzlich anregen.

Tipp: Nicht alleine die Laborwerte entscheiden, welche Dosis Sie an L-Thyroxin nehmen müssen. Besprechen Sie die Dosierung mit Ihrem Arzt.

Zuführung der Mikronährstoffe, Vitamine und Mineralstoffe

Bei Hashimoto fehlen dem Körper viele Vitamine und Nährstoffe. Wenn Sie die Diagnose erhalten, dann lassen Sie ihre Blutwerte überprüfen. Beispielsweise leiden viele Patienten mit Hashimoto unter einem Vitamin D Mangel. Auch der „Holo-TC“ Wert, das ist der Blutwert, der den Vitamin B12 Spiegel aufzeigt, sollte geprüft werden. Magnesium, Calcium, Kalium und die anderen B-Vitamine sollten Sie auch überprüfen lassen, um einen Mangel zu vermeiden.

Wissenschaftler gehen davon aus, dass durch diese Autoimmunerkrankung eine Aufnahmestörung der Vitamine und Mineralstoffe aus der Nahrung besteht. Dadurch ist es entscheidend wichtig für Ihr Wohlbefinden, dass Sie diese wichtigen Vitamine und Mineralstoffe bei Mangel zu sich nehmen. Wenn Sie noch dazu die Schilddrüsendosis, wie oben schon erwähnt, nicht ausschließlich nach den Laborwerten einnehmen, sondern sich nach Ihren Symptomen und den Empfehlungen des Arztes richten, werden Sie bald mehr Energie und weniger Symptome haben.


Ähnliche Beiträge