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Hashimoto Syndrom

Bei dem Hashimoto Syndrom handelt es sich um eine schwere Autoimmunerkrankung, die zu einer chronischen Entzündung im Körper führen kann. Im Krankheitsverlauf bildet der Körper Abwehreiweiße gegen das eigene Schilddrüsengewebe. Viele Patienten, die vom Hashimoto Syndrom betroffen sind, suchen Hilfe in der Schulmedizin, während andere Betroffene auf alternative Heilverfahren setzen, um sich einer jahrelangen Medikamenten-Einnahme zu entziehen.

Die Ursachen des Hashimoto Syndroms

Das Hashimoto Syndrom ist eine der häufigsten Autoimmunerkrankungen bei Menschen. In den westlichen Industriestaaten ist bereits fast jeder zehnte Mensch von erhöhten Werten von Antikörpern im Blut betroffen. Frauen sind vom Hashimoto Syndrom zwei- bis dreimal so häufig betroffen wie Männer. Bei Frauen wird die Krankheit jedoch sehr oft „übersehen“, da diese primär im Alter um die 50 Jahre auftritt und die Krankheitssymptome als „Nebenerscheinungen“ der Wechseljahre betrachtet werden.

Erst kann es im Verlauf der Krankheit wegen einer Fehlregulation im zerstörten Schilddrüsengewebe zu einer Überfunktion der Schilddrüse kommen. Im späteren Krankheitsverlauf kommt es dann fast immer zu einer Unterfunktion mit den entsprechenden Symptomen.

Auf Grund des aktuellen Stands der medizinischen Forschung gehen Fachleute davon aus, dass das Hashimoto Syndrom vererbt wird. Somit kommt es in einer Familie zu gehäuften Erkrankungen, die jedoch nicht zwangsläufig ausbrechen.

Hashimoto SyndromOb und in welcher Intensität die Krankheit ausbricht, hängt von der individuellen Lebensweise ab – hiervon gehen Experten inzwischen aus. Stress, eine schlechte Ernährung, Rauchen und ein allgemeiner Mangel an wichtigen Vitaminen, Spurenelementen und Mineralien hat eine negative Wirkung auf die Steuerung der menschlichen Gene. Als direkter Auslöser des Hashimoto Syndroms wird von Fachleuten außerdem eine Fehlregulation des Immunsystems betrachtet.

Während ein Teil des Immunsystems im Verlauf der Krankheit überaktiv wird, stellt der andere Teil seine Aktivitäten fast vollständig ein. Als ursächlich für dieses Ungleichgewicht des Immunsystems können ein ungesunder Lebensstil, schädliche Umwelteinflüsse (zum Beispiel Giftstoffe) und auch Viruserkrankungen benannt werden.

Die Symptome

Da die Entzündung durch die Hashimoto Erkrankung nicht schmerzhaft ist, wird diese in der Regel erst sehr spät durch einen Arzt festgestellt. Zu Beginn der Erkrankungen leiden viele Patienten unter einer Überfunktion der Schilddrüse, die mit einer drastischen Gewichtsabnahme, Abgeschlagenheit, einer erhöhten Kälteempfindlichkeit, Zittern, Herzrasen und Durchfall einhergehen kann.
Im weiteren Verlauf der Krankheit kommt es in den meisten Fällen zu einer Unterfunktion
Diese geht meist einher mit den Symptomen Müdigkeit, Depressionen und einer Gewichtszunahme.

Die Diagnose

Um die Erkrankung zweifelsfrei feststellen zu können, kann der Hausarzt zwei unterschiedliche Verfahren, sogenannte „Basisuntersuchungen“ anwenden. Hierbei handelt es sich entweder um eine Blutuntersuchung oder um einen Ultraschall.

Blutuntersuchung zur Diagnose

Hashimoto ThyreoiditisBei der Blutuntersuchung sind drei Werte besonders aufschlussreich. Der TSH-Wert gibt an, ob ein Überschuss des thyreoidea-stimulierenden Hormons vorliegt, das die Schilddrüsenfunktion reguliert.

Dies würde auf eine vorliegende Erkrankung am Hashimoto Syndrom hinweisen. Können bei der Blutuntersuchung Antikörper gegen ein Schilddrüsenhormon oder gegen ein spezielles Schilddrüseneiweiß festgestellt werden, ist der Patient höchstwahrscheinlich am Hashimoto Syndrom erkrankt. Sollten die Antikörper im Blut nicht nachgewiesen werden können, so ist dies hingegen kein verlässlicher Beweis dafür, dass die Erkrankung nicht vorliegt. „Nur“ 70 bis 90 % der Erkrankten haben Antikörper in ihrem Blut.

Hinweis: Auch ein hoher Cholesterinwert kann ein Indiz für eine Erkrankung am Hashimoto Syndrom sein. Dies muss jedoch nicht zwangsläufig der Fall sein. So gibt es viele Erkrankte, deren Cholesterinwerte in bester Ordnung sind.

Ultraschall zur Diagnose

Bei einer Ultraschall-Untersuchung kann der Mediziner durch das Ultraschall-Gerät die Größe und die Struktur der Schilddrüse prüfen. Auf diese Weise kann das Hashimoto Syndrom inzwischen recht zuverlässig erkannt werden.

Die mögliche Behandlung

Durch die Erkrankung am Hashimoto Syndrom fehlen dem Körper wichtige Hormone. Diese können durch Präparate künstlich zugeführt werden. Häufig wird hierfür das Hormon Levothyroxin verwendet. Die Behandlung erfolgt bestenfalls ohne Unterbrechungen, so dass Betroffene ihr Leben lang auf die Einnahme von Präparaten angewiesen sind. Sollte das Präparat richtig dosiert sein, so treten in der Regel keinerlei Nebenwirkungen auf und der Krankheitsverlauf erfolgt ohne Beschwerden und ohne Schmerzen. Durch die Hinzugabe des Hormons wird jedoch lediglich der Hormonhaushalt reguliert. Eine Heilung des Syndroms durch die Einnahme von Medikamenten ist aktuell noch nicht möglich.

Um die Symptome weiter zu lindern, sollten Betroffene einen gesunden Lebensstil führen, sich nach Möglichkeit viel, am besten in der frischen Luft, bewegen, gesund essen, aufhören zu rauchen und Hektik meiden.

Sollten Betroffenen Probleme beim Einschlafen haben, so raten viele Experten zu Meditation und Entspannungstechniken. Darüber hinaus gilt Yoga als echter Geheimtipp gegen die Symptome der Krankheit und verbessert bei der regelmäßigen Ausübung nachweislich das Wohlbefinden der betroffenen Patienten.

 


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