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Schilddrüsenunterfunktion Ernährung

Ernährung kann Schilddrüsenunterfunktion unterstützen

Leiden Patienten an einer Schilddrüsenunterfunktion (Hypothyreose), produziert der Körper verhältnismäßig weniger Schilddrüsenhormone als tatsächlich benötigt. Manifestiert sich ein anhaltender Mangel an Schilddrüsenhormonen im menschlichen Organismus, diagnostizieren Mediziner das Krankheitsbild der Hypothyreose.

Auslöser für die Krankheit sind neben chronischen Entzündungen des schmetterlingsförmigen Organs häufig Autoimmunerkrankungen des Patienten. Ebenso kann eine Schilddrüsenunterfunktion angeboren sein. Die Früherkennung einer angeborenen Hypothyreose besitzt höchste Priorität, um bleibende Schäden am individuellen Nervensystem des Neugeborenen zu vermeiden.

Deshalb sind in Deutschland Screening Untersuchungen für Säuglinge vorgeschrieben, die eventuelle Auffälligkeiten offenlegen. Gewichtszunahme, trockene Haut, Müdigkeit, Zyklusstörungen und Gedächtnisprobleme sind Symptome für eine mögliche Schilddrüsenunterfunktion. Bei der Therapie kann eine spezifische Schilddrüsenunterfunktion Ernährung die Beschwerden lindern und einen fortwährenden Behandlungserfolg einleiten.

Schilddrüsenunterfunktion UrsacheBei 3 % aller Patienten mit diagnostizierter Schilddrüsenunterfunktion ist die Autoimmunerkrankung „Hashimoto- Thyreoiditis“ als Auslöser für die Beschwerden identifiziert. Im Rahmen der Erkrankung greift das Immunsystem die körpereigenen Zellen der Schilddrüse an. Primär erkranken Personen zwischen dem 30. und 50. Lebensjahr an dem Krankheitsbild. Da Frauen relativ häufig erkranken, werden die klinischen Merkmale zuerst fälschlicherweise als Wechseljahersbeschwerden interpretiert. Die Veranlagung für Hashimoto wird vererbt. Ebenso forcieren hormonelle Umstellungen, psychische Belastungen und spezielle Virusinfektionen den Ausbruch der Krankheit.

Vitaminreiche, zuckerarme und entzündungshemmende Schilddrüsenunterfunktion Ernährung lindert Beschwerden

Die Schilddrüsenunterfunktion Ernährung sollte vitamin- und mineralstoffhaltig sein und nachhaltig zur Stärkung des Immunsystems beitragen. Gleichzeitig sollten ausschließlich zuckerarme und entzündungshemmende Lebensmittel aufgenommen werden. Die Basis der Schilddrüsenunterfunktion Ernährung bildet Gemüse, das mit hochwertigen Ölen verfeinert wird sowie zuckerarme Obstsorten. Insbesondere natives Hanf- und Leinöl zeichnen sich durch ihren hohen Anteil an mehrfach ungesättigten Fettsäuren aus. Diese essentiellen Fette wirken antientzündlich und reduzieren entzündliche Erkrankungen des Körpers. Da der Körper die Fette nicht eigenständig herstellen kann, müssen sie über die Ernährung aufgenommen werden.

Autoimmunerkrankung SchilddrüseViele Hashimoto- Patienten lassen eine Glutenunverträglichkeit erkennen. Deshalb sollten Patienten sich auf Zöliakie testen lassen. Bei Verdacht auf eine Glutenunverträglichkeit sollte die Schilddrüsenunterfunktion Ernährung anstatt glutenhaltigen Getreidesorten von Scheingetreiden dominiert sein. Auf Dinkel, Weizen, Gerste und Roggen ist in diesen Fällen zu verzichten. Die Schilddrüsenunterfunktion Ernährung sollte daher von Quinoa, Hirse, Buchweizen und Amarant geprägt sein. Zudem sind diese Sorten wichtige Mineralstoff- und Eiweißlieferanten.

Ebenso gilt es in eine therapiebegleitende Schilddrüsenunterfunktion Ernährung das antioxidative Spurenelement Selen zu integrieren. Champignons, Paranüsse und Weizengraspulver sind diesbezügliche natürliche Quellen. Zusätzlich sind in die Schilddrüsenunterfunktion Ernährung entzündungsreduzierende Gewürze wie Kurkuma, Ingwer, schwarzer Pfeffer, roher Kakao und Ceylon – Zimt einzufügen. Die antioxidativen Bestandteile der Gewürze bekämpfen freie Radikale und dämpfen somit effizient Entzündungen.

Präbiotika (Ballaststoffe) und Probiotika begünstigen die Gesundheit der Darmflora. Eine intakte Darmflora optimiert Stoffwechselprozesse und fördert somit die Gewichtsreduktion. Für eine Schilddrüsenunterfunktion Ernährung ist der Konsum von Kefir, Naturjoghurt, Sauerkraut und Miso- Suppen ratsam.

Schilddrüsenunterfunktion ErnährungDie Aufnahme von Lebensmitteln, die einfache Kohlenhydrate enthalten wie Reis, Nudeln und Kartoffeln ist zu unterlassen. Diese Produkte schwächen das Immunsystem und befeuern Entzündungsreaktionen. Deshalb gilt es lediglich ballaststoffreiche Kohlenhydrate in Form von beispielsweise Vollkornbrot oder Vollkornnudeln aufzunehmen. Derartige Kohlenhydrate sättigen relativ lange.

Proteinreiche Nahrung stimuliert den Aufbau neuer Körperzellen und beugt Heißhungerattacken präventiv entgegen. Mageres Fleisch, Eier, Hülsenfrüchte, Geflügel, Fisch und Nüsse liefern hochwertige Proteine.

Eine ausreichend Flüssigkeitszufuhr steigert die signifikant positiven Effekte einer antientzündlichen Schilddrüsenunterfunktion Ernährung. Im Idealfall gilt es täglich 1,5 bis 2 Liter aufzunehmen. Hierfür sind Wasser, Kräutertees und Gemüsesäfte geeignet. Übermäßiger Kaffeekonsum hemmt die Nährstoffversorgung des Körpers. Aufgrund dessen sollten im Zuge der Schilddrüsenunterfunktion Ernährung höchstens 3 Tassen Kaffee pro Tag getrunken werden.

Eine ausreichende Versorgung mit Vitamin D ist ebenso förderlich für eine nachhaltig starke Immunabwehr. Patienten mit Schilddrüsenunterfunktion sind deshalb dazu angehalten sich für täglich mindestens 30 Minuten an der frischen Luft aufzuhalten bzw. spazieren zu gehen.

Intervallfasten als gesundheitsfördernde Maßnahme

Eine Schilddrüsenunterfunktion Ernährung kann zudem durch Intervallfasten unterstützt werden. Das Intervallfasten soll die körpereigenen Stoffwechselvorgänge und Entgiftungsprozesse aktivieren. Während der Therapie der Hypothyreose durch eine gezielte Schilddrüsenunterfunktion Ernährung sollte das Intervallfasten dann für 14 Tage durchgeführt werden.

Beim Intervallfasten wird für ein Zeitfenster von 16 Stunden auf die Nahrungsaufnahme verzichtet. Zwischen der letzten Mahlzeit und dem Frühstück sollte ein Abstand von jeweils 16 Stunden liegen. Außerdem sind lediglich zwei Mahlzeiten pro Tag einzunehmen. Während des Fastens ist die Flüssigkeitsaufnahme von zuckerfreien Getränken erlaubt.

Hinweis: Eine langfristig ausgerichtete Ernährungsumstellung sollte stets mit dem Hausarzt oder einem Ernährungsmediziner besprochen werden. Grundsätzlich kann eine antientzündliche und zuckerreduzierte Ernährung die Beschwerden einer Schilddrüsenunterfunktion nachweisbar lindern bzw. bekämpfen und die Gesundheit der Schilddrüse verbessern.


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